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Untersuchungsmethoden

Bei der Untersuchung von Gebäuden werden eine Vielzahl von physikalischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften der Baustoffe systematisch genutzt. Diese ermöglichen Rückschlüsse zu Beschaffenheit und potenziellen Schäden von  Bauteilen. 

 

Dabei wird zwischen zerstörungsfreien und zerstörenden Untersuchungsmethoden unterschieden. Zerstörungsfreie Verfahren ermöglichen es, die zu untersuchenden Bereiche einzugrenzen und zusätzliche Informationen zu gewinnen. Häufig liefern bereits visuelle Prüfungen oder Messungen von z. B. Feuchte oder Temperatur wertvolle Hinweise zu Art und Ursache des Schadens.

Lässt sich die Ursache nicht hinreichend genau bestimmen, werden zerstörende Maßnahmen wie Probenentnahmen (Beprobung) oder Bauteilöffnungen erforderlich. Dabei gilt der Grundsatz: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig.“ Gemeinsam mit dem Auftraggeber wird abgewogen, in welchem Verhältnis der Eingriff durch Beprobungen und Öffnungen zum bestehenden oder zu erwartenden Schaden bei Untätigkeit steht.

Beprobung

Bei der Beprobung werden Stichproben aus Bauteilen entnommen und im Labor eingehend untersucht. Aus den analytisch ermittelten Eigenschaften ergeben sich Aussagen zur Bauteilqualität, Schadensursachen, Handlungsempfehlung oder Überprüfungsfristen. Die Qualität der Proben entscheidet über die Qualität des Gutachtens. 

Die Wahl der Proben hängt von Fragestellung, Schadensbild und der örtlichen Bauteilsituation ab. Ohne ausreichende Probenzahl lassen sich statistische Ausreißer nicht erkennen. 

Erfahrung und Fachwissen sind für die richtige Probenauswahl unerlässlich. Sie ermöglichen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheit und Kosten.

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